Bereits am frühen Morgen des 2. Februars besammelten sich die Juniors-Spieler des AFC Zürich Renegades am Zürich HB, um mit dem Zug ins Trainingsweekend am Kerenzerberg im Kanton Glarus zu fahren. Die relativ kurze Fahrt wurde von den Spielern und den Coaches genutzt, um das Playbook durchzugehen oder um richtig wach zu werden, was in einem vollen Zug etwas schwer war.

Am Samstag, so gegen 10:00 begann dann das Camp mit einem Theoriemeeting für die Offense und einem Walk-Through für die Defense. Vor dem Mittagessen war es für jeden Spieler möglich, sich als Kicker oder Punter zu qualifizieren. Danach ging es in den Mittag, wo man nochmals Energie zu sich nehmen konnte vor dem langen Training am Nachmittag. Die Coaches der jeweiligen Positionen setzten mit ihren Spielern das theoretisch Gelernte praktisch um. Etwas später wurde ein Skelly gespielt, sprich für die Box-Players ein Inside-Run und für die übrigen gab es Pass-Plays. Hierbei wurden die neuen Spielzüge gegen die Gegenseite geübt, am Timing gefeilt und die Technik perfektioniert. Man freute sich schon auf das Duschen, doch nicht so schnell, die Coaches haben sich natürlich einen anstrengenden Abschluss ausgedacht mit Push-Ups, einem Interval-Sprinten und noch weitere Übungen des Coaches Florian Schaad.

Das ganze Team besammelte sich nach dem Nachtessen im Theorieraum, wo die Spieler noch einige Informationen erhielten, unter anderem, wann Coach Alonso Espinosa zum Team stossen wird und auch allgemeine Dinge wie das untersagte Nehmen von Doping.

Das Highlight des Abends war das typische Kennenlernen untereinander im Team. Der Ablauf dessen ist simpel, jeder Veteran suchte sich ein Rookie. Man hatte nun eine Weile Zeit um über das Gegenüber die wichtigsten Informationen herauszufinden, dann stellt man den Spieler dem Team vor, doch so einfach war es doch nicht. Jeder soll ausserdem sein peinlichstes Erlebnis mit dem Team teilen. Diese werden selbstverständlich im Team behalten, doch sie sorgten beim einen oder anderen zu lautem Lachen der Zuhörer.

Der Sonntag, der zweite und letzte Tag des Camps, begann für das Team schön früh am Morgen, doch zuerst gibt es das Frühstück. Erneut starteten die Coaches mit den Indies um gewisse Plays noch einmal mit den Spielern anzuschauen. Bald schlossen sich die Positions zusammen und spielten ein Skelly. Am Nachmittag war das grosse Finale; das wohlverdiente Scrimmage.

Erschöpft aber gut gelaunt traten die Spieler die Heimfahrt an. Das Camp kann definitiv als voller Erfolg bezeichnet werden. Die Technik wurde verbessert, die neuen Spieler ins Team

integriert und der Zusammenhalt gestärkt. Doch es wurde auch klar, dass bis zu unserem ersten Spiel gegen die Thun Tigers am 24. März noch viel geübt werden muss. Leider gab es während des intensiven Trainings kleinere Verletzungen.

Text von Etienne Sticher