Zürich Renegades sichern sich den ersten Platz

Die Zürich Renegades gewinnen gegen die Argovia Pirates zuhause klar mit 41:7 und sichern sich damit den ersten Platz in der NLB.

Das wichtigste in Kürze

  • Die Siegesserie der Renegdes hält weiter an.
  • Jeremias Medici erzielte vier Touchdowns, Ky Nguyen und David Marty je einen.
  • Am nächsten Sonntag treffen die Zürich Renegades auswärts auf die St.Gallen Bears.

 

Spielzusammenfassung

Nach klaren Siegen gegen die Bienna Jets und die Thun Tigers wollten die Zürich Renegades auch gegen die Argovia Pirates überzeugen. Mit einem Sieg konnten sie zusätzlich den ersten Platz in der Nationalliga B sichern und damit für das Aufstiegsspiel am 6. Juli planen. Die Offense der Argovia Pirates startete sichtlich nervös in die Partie. Aufgrund von mehreren Verletzungen musste sie mit ihrem Running Back auf der Quarterbackposition spielen. Die Defense der Renegades hingegen begann das Spiel gewohnt stark und bereits im vierten Spielzug konnte Thomas Michel eine Fumble aufnehmen und den Ball somit für sein Team zurückgewinnen. Die Offense der Renegades begann das Spiel mit einem Lauf von Ky Nguyen über 18 Yards. Doch danach wollte nicht mehr viel klappen und die Renegades verloren den Ball kurz darauf wieder. Doch die Renegades konnten sich auf die gute Defense verlassen. Brandon Difima konnte einen Fumble aufnehmen und die Zürcher Offense kam an der 9-Yard-Line wieder in Ballbesitz. Und kurz darauf konnte Jeremias Medici mit einem Lauf die Zürcher in Führung bringen. Während des Rests des ersten Viertels dominierte die Zürcher Defense weiterhin und die Offense brachte Punkte aufs Scoreboard. Zuerst konnte Medici einen Puntreturn in die Endzone bringen und im nächsten Drive erzielte er seinen dritten Touchdown mit einem kurzen Lauf.

Im zweiten Viertel liess die Zürcher Defense leicht nach und erlaubte es den Pirates, einen Drive über den ganzen Platz hinzulegen. Ärgerlich aus Zürcher Sicht war auch ein Foul, durch das eine Interception von Labinot Arapi nicht zählte. In der Red Zone aber stand die Defense der Renegades aber wieder gut und liess keine Punkte zu. Im anschliessenden Drive der Offense des Heimteams konnten keine Punkte mehr erzielt werden und so ging es mit 20:0 in die Pause.

Die zweite Hälfte begann aber denkbar schlecht für die Zürcher. Aldo Kopp von den Pirates konnte einen Pass abfangen und in die Endzone zum 20:7 tragen. Auch danach brauchte die Offense der Renegades einige Zeit um wieder ins Spiel zu kommen. Die beiden nächsten Drives mussten beide mit einem Punt beendet werden. Im dritten Drive des dritten Viertels konnte Medici seinen vierten Touchdown erzielen. Die Defense der Renegades hingegen spielte stark und liess nichts zu. Sie konnten durch die Interception von Jeremy Külling und den Fumble, verursacht von Dario Albisser, sogar zwei Turnovers kreieren.

Im vierten Viertel konnten die Argovia Pirates keine Punkte mehr erzielen, da die Zürcher Defense zu stark war und durch eine Interception von Samuel Herrmann sogar noch einen weiteren Turnover kreierten. Die Zürcher hingegen konnten noch zwei weitere Touchdowns erzielen. Zuerst fand der Backup Quarterback Lukas Kägi David Marty für den Touchdown, danach lief Nguyen zum letzten Touchdown.

 

Analyse

Die Zürcher Defense spielten ein starkes Spiel. Sie liess keine Punkte zu und kreierte insgesamt fünf Turnovers. Die Argovia Pirates konnten sogar nur einmal in die Red Zone der Zürcher kommen. Leider gab es aber wiederum einige unnötige Strafen gegen die Zürcher Defense, die einen weiteren Turnover kosteten. Auch die Zürcher Offense spielte sehr gut, brachte aber phasenweise überhaupt nichts zustande, wie beispielsweise im zweiten Viertel. Zudem ist sie sehr lauflastig, was bei der guten Offense Line und den guten Running Backs aber auch nicht weiter verwunderlich ist.

Nun stehen für die Renegades zwei Spiele gegen die St. Gallen Bears an, die fünf von sieben Spielen verloren haben. Die Renegades wollen aber weiterhin dominant spielen und trotz des bereits gesicherten ersten Platzes nicht nachlassen oder gar überheblich werden.

Bericht von Etienne Sticher