Week 7: Winterthur Warriors at Zurich Renegades Juniors

Verletzungsgeplagte Zürcher liefern harten Kampf ab.

Spielzusammenfassung

In der siebten Spielwoche empfingen die Zürich Renegades (5-1), den Rivalen aus dem Kanton, die Winterthur Warriors (3-3). Das Hinspiel konnten die Zürcher mit 14:6 für sich entscheiden. Diesen Sonntag sollte die Aufgabe jedoch etwas schwerer werden, da sich beide Quarterbacks sowie der Center der Zürcher im Spiel gegen Luzern verletzt hatten und nicht spielen konnten.

Die Warriors gewannen den Coin Toss und kickten den Ball zu den Renegades. Die Zürcher Offense um ihren dritten Quarterback Tobias Senn machte sich bereit für ihren ersten Drive. Die Winterthurer Defense aber spielte gut und zwang die Renegades nach drei Versuchen zum Punt. Aber die Zürcher konnten auf ihre starke Defense zählen, welche im Schnitt nur 6.5 Punkte pro Spiel zuliess. Rookie Malte Kölle, welcher als Left End startete, setzte Akzente als er den Runningback für Raumverlust tackelte, sowie einen Lauf des Quarterback frühzeitig stoppen konnte. Die Warriors spielten einen vierten Versuch aus, konnten aber nicht die nötigen Yards erzielen und mussten vom Feld. Die Zürcher antworteten darauf mit einem Big Play. Quarterback Tobias Senn fand den schnellen Wide Receiver Timothy Donkhor für einen Pass über 37 Yards. Die Renegades befanden sich nun in der gegnerischen Hälfte. Sie versuchten es über den Lauf, wurden aber früh von der starken Winterthurer Front gestoppt. Beim dritten Down spielte der Quarterback einen hohen Pass, welcher vom Receiver nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte und dann von einem Verteidiger abgefangen wurde. Der Warriors Spieler konnte den Ball bis an die Zürcher 20-Yard-Linie zurücktragen, wo er schliesslich getackelt wurde. Der Warriors Runningback trug dann den Ball zum ersten und einzigen Touchdown des Tages in die Endzone. Die anschliessende 2-Point-Conversion wurde nicht verwandelt und somit stand es 6:0 für Winterthur. Die Zürcher Offense musste nun antworten. Wide Receiver Yves Brack konnte im ersten Spielzug ein neues First Down erzielen. Anschliessend war es Wide Receiver Timothy Donkhor, welcher für ein weiteres First Down sorgte. Damit ging das erste Viertel zu Ende und man wechselte die Seiten.

Zu Beginn des zweiten Viertels versuchte Quarterback Tobias Senn erneut Wide Receiver Timothy Donkhor tief zu finden. Der Pass kam nicht an, aber die Winterthurer Defense erhielt ein Strafe wegen Pass Interference, was die Zürcher 15 Yards näher an die Endzone brachte. Doch die Renegades konnten kein neues First Down erzielen und versuchten ein Field Goal zu kicken. Aus 30 Yards Entfernung trat Kicker Dustin Flachsmann an. Die zusammengewürfelte Offense der Zürcher musste sich in diesem Spiel auf das Bein ihres Kickers verlassen. Der Kick war kurz, prallte auf der Latte auf, doch fiel zu Gunsten der Renegades durch das Fieldgoal zum 6:3. Danach war Winterthur wieder am Zug. Aber die Zürcher Defense spielte ihr bestes Football und liess einer unsicheren Winterthurer Offense keinen Raum. Nach drei Incompletions punteten die Warriors. Für die Renegades kam nun der vierte Quarterback Yves Brack aufs Feld, welcher aber mehr als Wildcat-Spieler fungierte und den Ball gleich dreimal hintereinander selbst rannte. Ein neues First Down konnte aber nicht erzielt werden und so punteten die Zürcher. Die Winterthurer konnten ein neues First Down erzielen, hatten aber Probleme ihren Quarterback zu schützen, da die Zürcher nun vermehrt mit fünf oder sechs Spielern Druck ausübten. Schliesslich erzielte die Defense einen Sack und die Warriors punteten. Die Zürcher liessen die Uhr auslaufen und retteten sich in die Halbzeit um die Probleme ihres Angriffs zu lösen.

Zum Start der zweiten Spielhälfte kickten die Zürcher den Ball zu den Winterthurern. Ein guter Return brachte diese in die gegnerische Spielhälfte. Von dort aus kämpften sich die Warriors bis wenige Yards vor die Zürcher Endzone. Dort sollte aber Schluss sein. Die Defense konnte die Warriors viermal stoppen und somit einen Turnover on Downs erzielen. Der Zürcher Angriff aber hatte noch immer keine Chance und musste punten. Doch auch im Winterthurer Angriff lief nicht alles rund. Im nächsten Drive warf der Quarterback einen Pass über die Mitte, welcher von Cornerback Max Pünter intercepted wurde. Das Spiel wurde auf beiden Seiten von der Defense dominiert, denn nur wenige Augenblicke später wurde ein Ball des Zürcher Quarterbacks intercepted. Doch die Zürcher Defense war erneut bereit und erzwang den Turnover on Downs. Die Zürcher griffen also nochmals an. Ein neues First Down wurde erzielt, aber dann war erneut fertig. Der Punt der Zürcher beendete das dritte Viertel.

Die Winterthurer setzten mit dem Rücken zur eigenen Endzone zum Befreiungsschlag an. Dieser glückte als der Quarterback seinen Receiver für einen Raumgewinn von 30 Yards in der Mitte fand. Die Zürcher brauchten den Ball zurück um das Spiel noch zu drehen. Defensive End Tobias Senn konnte seinen Tackle mit einem Swim-Move schlagen und strip-sackte den gegnerischen Quarterback, was die Zürcher in Ballbesitz brachte. Doch die Zürcher gaben das ledrige Ei gleich wieder zurück. Der Quarterback warf einen tiefen Ball nach rechts, welcher vom Cornerback intercepted wurde. Erneut waren die Warriors kurz vor ihrer eigenen Endzone und versuchten sich zu befreien. Diesmal schafften sie kein neues First Down und mussten aus einer heiklen Position punten. Der Punt konnte aber geblockt werden und somit hatten die Zürcher den Ball bereits in der Red Zone. Ein Touchdown würde die Führung bringen. Doch die Verteidigung war zu gut und so begnügte man sich mit einem Fieldgoal. Diesmal verwandelte Kicker Flachsmann sicher. Das Spiel war ausgeglichen, 6:6. Die Warriors waren wieder im Ballbesitz, aber noch immer war ihr Angriff chancenlos. Als die Winterthurer aber punteten, wurde ein Zürcher geschubst und fiel rückwärts in den Punter. Die Szene wurde kontroverserweise mit einem Penalty geahndet und brachte die Warriors 15 Yards nach vorne. Zum Glück konnten die Zürcher sich weiterhin auf ihr Prunkstück verlassen, ihre Verteidigung. Die Warriors kamen zu keinem neuen First Down und punteten. Der Punt konnte geblockt werden und gab dem Zürcher Angriff eine ausgezeichnete Feldposition. Beim Fourth Down ging man fürs Field Goal. 40-Yards weit musste gekickt werden. Der Ball flog ihm hohen Bogen, jeder im Stadion hielt den Atem an, die Länge stimmte, doch der Ball flog links vorbei. Danach konnten Safety Livio Vedova den Ball erneut intercepten, aber dann wurde das Spiel bereits abgepfiffen. Die beiden Mannschaften trennten sich 6:6.

Fazit

Die Offense der Zürcher kam zu keinem Zeitpunkt ins Rollen und tat sich das ganze Spiel hinweg schwer. Da beide Quarterbacks verletzt waren, konnten die Zürcher kein schönes Passspiel aufbauen, was die Warriors dazu verleitete mehr Verteidiger in der Box aufzustellen. Dies führte dazu, dass die Runs der Zürcher besser verteidigt wurden und früh gestoppt werden konnten. Auf der defensiven Seite muss man ein grosses Kompliment aussprechen. Die Zürcher Verteidigung spielte hervorragend und konnte eine potente Warriors Offense bei 6 Punkten halten. Die Zürcher sicherten sich mit diesem Unentschieden den ersten Platz in der Division und erhalten somit eine Bye-Week in der ersten Playoff Runde. Am 16.07 spielen die Renegades (5-1-1) ihr letztes Regular Season Game in Witikon gegen die Calanda Broncos (3-5).

Bericht von Niklas Halfar